Hart rangenommen

Die Rechte einer Ziege.

„Mansita“, die Ziege, die von der örtlichen Polizei von Santa Cruz eingefangen wurde, als sie trotz nächtlicher Ausgangssperre durch die Straßen der Hauptstadt Santa Cruz lief, hat die „Brutalität der Polizei“ und das „Versäumnis, mir meine Rechte vorzulesen“ bei ihrer Festnahme angeprangert. Sie wird daher Anzeige gegen die Beamten erstatten, die sie gegen ihren Willen in die Räumlichkeiten in der Avenida Tres de Mayo gebracht haben. Sie hat ihre Verteidigung einem renommierten Anwalt anvertraut.

Die Ziege Mansita versichert den Medien, dass sie friedlich durch Santa Cruz spaziert sei. „Ich weiß, dass wir im Alarmzustand waren, aber ich glaube nicht, dass ich deshalb in der Schlucht bleiben muss. Ein Alarmzustand darf nicht meine Bewegungsfreiheit einschränken, die in der Verfassung verankert ist“. Mansita wirft den Medien vor, ein verzerrtes Bild von ihr gezeichnet zu haben: „Ich mache eine schlimme persönliche Phase durch, und ich bitte darum, meine Privatsphäre und meine Probleme zu respektieren und die Scherze darüber, ob ich meine Zicklein verloren habe, sofort einzustellen“. Sie seien nicht lustig, weil sie auch Gefühle habe, betont sie.

Auf die Frage, ob sie mehrere Fahrzeuge gerammt habe, wurde Mansita von ihrem Anwalt unterbrochen, der sich zu Wort meldete, um darauf hinzuweisen, dass „Mansita sah, dass einige Autos schlecht geparkt waren, und dachte, sie könne diese Situation mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln korrigieren, indem sie ihnen einen Kopfstoß versetzte; in Wirklichkeit hat sie, als sie zu Unrecht festgenommen wurde, nur ihre bürgerliche Pflicht gemacht“. Aus juristischen Quellen verlautet, dass diese Verteidigungslinie des Anwalts fadenscheinig und ziemlich schwach sei, aber sie könnte trotzdem vor Gericht Erfolg haben. Denn Mansita sei in Polizeigewahrsam genommen worden, ohne ihre Rechte zu kennen und ohne zu wissen, was ihr eigentlich vorgeworfen wurde.

Mansita hat auch die Unterstützung der Tierschutzvereine, die sich den Fall zum Anlass nehmen, um gegen die Unsitte zu protestieren, die Ziegen unter unmenschlichen Bedingungen in Schluchten festzuhalten.

ACHTUNG: Dieser Artikel wurde am 28. Dezember veröffentlicht. Das ist der „Día de los Santos Inocentes – Tag der Heiligen Unschuldigen“. Glaub nicht alles, was du an diesem Tag liest oder hörst! Es ist eine Tradition, dass Zeitungen Nachrichten veröffentlichen, mit der Warnung, dass es der Tag der Unschuldigen ist. Es kann eine Nachricht sein, die ein offensichtlicher Spott über ein kürzlich stattgefundenes Ereignis ist, oder eine, die ernst erscheint und den ahnungslosen Leser täuscht. Den Tag der Unschuldigen kennt man der ganzen spanischsprachigen Welt. Er geht auf ein biblisches Ereignis zurück, das angeblich am 28. Dezember stattgefunden haben soll. König Herodes ordnete an, alle Kinder unter zwei Jahren in Bethlehem zu töten, um sicher zu sein, dass der angekündigte Messias nicht überlebt. Der Zusammenhang ist einfach: An diesem Tag darf man niemandem trauen – es könnte ein Soldat von Herodes sein.

Schau nach, was in den Vorjahren am 28.12. passiert ist: 2020, 2019, 2018, 2017


Artikel-Nr. 0-50-212

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