Die Windmühle von Barranco Grande

Dem Verfall preisgegeben.

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Niemand kümmert sich um diesen wenig einladenden Ort, obwohl dort das Denkmal eines Kulturguts von nationalem Interesse steht. Es ist eine der typischen Gofio-Mühlen, wie es früher viele auf der Insel gab. Sie stammt aus dem Jahr 1898.Im Jahre 1973 zerstörte ein Bagger einen Teil der umgebenden Mauern der bis dahin noch gut erhaltenen Mühle. Nach langen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern hat die Stadt Santa Cruz im Jahr 2007 die Mühle erworben. Man legte einige Wege zwischen simplen Betonmauern an und stellte ein paar Bänke hin. Es hätte ein freundlicher kleiner Ort der Erholung werden können, wenn man noch ein paar Bäume und Blumen gepflanzt hätte, vielleicht noch ein kleines Café dazu – und wenn er gepflegt worden wäre. Aber daran hatte wohl niemand Interesse. Es gab nicht einmal eine Eröffnungsfeier.

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Teneriffa und die Sterne

Nachtaktiv unterwegs.

Isaac Newton hat bereits in seinem Buch „Optics“ im Jahr 1704 vorgeschlagen, Teleskope für astronomische Beobachtungen auf den höchsten Gipfeln aufzubauen, um von dieser Position über den Wolken den Himmel besser beobachten zu können.
(Dieser Beitrag entstand unter maßgeblicher Beteiligung des begeisterten Hobbyfotografen Günter Trautmann, von dem auch die Bilder sind.)

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Märchenwald (II)

Der Weg der Sinne.

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Dieser kurze Ausflug führt auf bequemen Wegen durch den Mercedes-Wald. Er beginnt am Parkplatz Cruz del Carmen, am Beginn des Anaga-Gebirges.Vom Parkplatz aus wurde ein schöner Weg angelegt, der im ersten Teil auch für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer geeignet ist. Er führt über Holzstege in den Lorbeerwald hinein.

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Puerto Street Art

„Gefällt dir die Wand? Dann hab Spaß damit!“.

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Mit diesen Worten eröffnete der federführende Künstler Matías Mata im Jahre 2014 die Aktion „Puerto Street Art“, bei der 13 internationale Graffiti-Maler mit ihren Werken die Fassaden des alten Fischerviertels La Ranilla schmückten. Auf einem kurzen Rundgang von etwa einer Stunde kann man in der Calle Mequínez und der Calle del Lomo und ihren Seitengässchen die beeindruckenden Gemälde sehen.

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Barranco de Añavingo

Kurzwanderung durch abgeschiedene Täler

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Auf dieser Wanderung lernt man eine unbekannte Landschaft kennen, die an der steilen Ostseite der cumbre dorsal liegt. Dort schneiden sich viele Barrancos tief in die Landschaft ein. Es ist ein gemütlicher Spaziergang, der bei Sonne durchaus auch anstrengend werden kann.
Mehrere Wasserstollen und ein kleiner Heiligenschrein sind die bescheidenen Höhepunkte auf dieser Tour abseits jeglicher Touristenströme. Dafür gibt es Ruhe und Natur pur. In diesen unberührten Tälern wachsen auch viele Pflanzen, die man sonst nicht sieht. Außerdem kann man das vom Tourismus noch völlig unberührte Städtchen Arafo kennenlernen. Als Abschluss könnte man noch Candelaria besuchen und die Kathedrale oder die schöne Strandpromenade anschauen.
Zum Startpunkt der Wanderung kann man nur mit dem Auto kommen.

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Ventanas de Güímar

Ein Kanal in den Steilwänden des geheimnisvollen Barranco de Badajoz.

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Es hat gute Gründe, dass diese Wanderung in den üblichen Wanderbüchern nicht auftaucht. Das ist auch gut so. Der Weg durch den „Canal de los mil“ gehört nicht zu den offiziellen Wanderwegen, ist nicht beschildert und wird nicht gepflegt. Er ist offiziell gesperrt, denn er ist sehr ausgesetzt und lebensgefährlich.

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Sanatorio de Abades

Wanderung von El Porís de Abona nach Abadés.

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Diese Wanderung führt durch die heißeste, staubigste, trockenste, windigste und hässlichste Gegend Teneriffas. In den Reiseführern ist sie aus diesen Gründen nicht zu finden, aber es gibt überraschende Dinge zu sehen. Ziel ist die Geisterstadt der ehemaligen Leprastation von Abadés. Sie wurde als eine Art Internierungslager für Leprakranke Mitte der 1940er Jahre gebaut. Glücklicherweise ging sie aber nie in Betrieb, da Medikamente gegen die Lepra entwickelt wurden. In wüstenhafter Umgebung stehen heute die Ruinen des Krankenhauses, des Krematoriums, zahlreicher Bungalows und Verwaltungsgebäude, und eine monumentale Kirche auf der Hochfläche nördlich des Ortes Abadés.

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Das Skelett (II)

Ein Denkmal für die Immobilienspekulation

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Auf den Felsen unterhalb der Wohnsiedlung Puntillo del Sol in der Gemeinde La Matanza steht ein hässlicher Zeitzeuge: Die Ruine eines Hotels aus dem Jahr 1972, ein Bauprojekt, das schon vor seiner Vollendung aufgegeben wurde. In der ganzen Gegend bekannt als das „Skelett von La Matanza“, stellt dieses Ungetüm ein riesiges Problem dar.Zwei Gebäude mit jeweils 15 Stockwerken, errichtet in abenteuerlicher Lage auf einem schmalen Felsen, ohne vernünftige Zufahrtswege, schnell hochgezogen mit viel zu dünnen Stahlträgern, und mangels Finanzierung in halbfertigem Zustand verlassen. Der Stahl rostet, der Beton zerfällt, und das Risiko eines Einsturzes steigt von Jahr zu Jahr.

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Der Katzenschwanz

Schön, aber gefährlich

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Nein, hier geht es nicht um die subtile Art der Kommunikation unseres Stubentigers. So schön es auch anzusehen ist, das Katzenschwanzgras ist ein böser Eindringling in die Natur Teneriffas, der nicht mehr auszurotten ist.

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Ziegenfinca

Auf luftigen Wegen über Santiago del Teide

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Herrliche, aussichtsreiche und wenig begangene Wege gibt es auf den schroffen Bergrücken zwischen Santiago del Teide und den Los Gigantes. In abgelegenen Fincas leben Ziegenbauern in stiller Einsamkeit. Der Blick geht weit ins Land und über das Meer, in der Ferne liegt La Gomera.

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