Tschernobyl

Verlassen und vergessen.

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In den 70er Jahren war es ein Juwel im kanarischen Tourismus. Es war das erste Feriendorf Spaniens, ein Modell, das oft kopiert wurde. Heute ist es eine Ruinenstadt, verlassen von der Verwaltung, ohne Strom- und Wasserversorgung, bewohnt von Hausbesetzern und Tauben, voller Müll. 7000 Anwohner der Umgebung leiden unter dem Verfall von Ten Bel. Weiterlesen

Ein rotes Haus am Meer

Skandal hoch 3.

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In der Nähe von Abadés, auf der Halbinsel des Leuchtturms von El Poris, steht ein roter Palast, in der Mitte von Nirgendwo. Eine einsame, verlassene Ruine im Wind. Niemand weiß, warum sie leer steht, noch, was damit passieren soll. Jedenfalls steckt ein handfester Skandal dahinter. Weiterlesen

Farbe macht Schule

Los Realejos, so bunt wie nie.

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Diese Stadt ist so farbig wie keine andere. In dieser Stadt ist man stolz auf ein Projekt von Kunstwerken im öffentlichen Raum. Fassaden und Mauern erhalten einen neuen Anstrich, aber es ist nicht einfach Farbe, es ist Kunst. Jedes Jahr kommen neue hinzu. In Los Realejos feiert die farbige Kunst Rekorde.

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Der Film, der nie gedreht wurde

Kultur im Tank.

1811029_1Nur ein paar hundert Meter entfernt vom glänzend weißen Auditorio de Tenerife steht eine riesige, runde, hässliche Thunfischdose, 50 Meter im Durchmesser und 17 Meter hoch. Ob die folgende Geschichte, die in dieser Dose spielte, wirklich wahr ist, weiß niemand. Rätselhaft und schauerlich ist sie auf jeden Fall. Doch in der Dose gibt es Kultur für den extravaganten Geschmack. Weiterlesen

Die 100 Gesichter

Versteinerte Persönlichkeiten.

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Viele Besucher bewundern in Santa Cruz das imposante Opernhaus, das Auditorio de Tenerife, das oft auch als das Wahrzeichen der Stadt oder gar von ganz Teneriffa bezeichnet wird. Das Gebäude prägt die Skyline am Hafen, lenkt ab von den benachbarten Ölraffinerie, und ist ein Ort, in dem nicht nur das beste Sinfonieorchester Spaniens beheimatet ist, sondern auch herausragende Opernveranstaltungen und Festivals stattfinden. Weiterlesen

Tisch mit Aussicht (III)

Was machen wir mit Mesa Mota?

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Wir machen einen Plan. Dann machen wir Geld locker. Dann fangen wir an zu bauen. Aber dann haben wir noch einen andere Idee. Dazu brauchen wir mehr Geld. Aber eigentlich haben wir gar kein Interesse mehr. Wir warten mal ab… So verläuft – kurz zusammengefasst – die Geschichte von Mesa Mota.

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Strandhotel in der Hauptstadt

Früher war alles schöner

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„Es ist eine Schande, dass eine Stadt am Meer wie die unsere keinen Strand aufzuweisen hat, wo man im Meer baden kann. Um dem abzuhelfen, hat unsere Freundesgruppe beschlossen, eine Badeanstalt zu bauen und einen Strand einzurichten, und eine entsprechende Betriebsgesellschaft zu gründen.“
So formulierte es García Sanabria, der Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, in einem städtischen Rundbrief.

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Kunst am Bau

Die Auferstehung des Neptun

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HOTEL ZU VERKAUFEN mit 92 Zimmern, 27 Bungalows und unvergleichlichem Meerblick an der Küste von Bajamar, mit Gärten, Swimmingpool, Parkplätzen, 11000 m² Gesamtfläche, zum Sonderpreis von nur 3 000 000 Euro.

Mit dieser Anzeige ging die lange Geschichte des Hotels zu Ende, das nach dem Meeresgott benannt war. Doch Neptun versinkt seit 2007 im Meer der Vergessenheit. Vom einstigen Wirtschaftsmotor und touristischen Flaggschiff bleibt für den Badeort Bajamar nur noch eine traurige Erinnerung. Weiterlesen

Die unendliche Geschichte

„Der Zement von heute wird das Grab von morgen“

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(Aktualisierungen siehe unten)

Diese Geschichte erzählt von einem Bauwerk, das keiner mehr haben will. Aber es loszuwerden ist nicht ganz einfach. Es sollte eigentlich ein Parkhaus werden und steht am Anfang des herrlichen Strands Las Teresitas. Im Volksmund „Mamotreto“ genannt, ist diese Bauruine nicht nur ein Beispiel für fehlgeschlagene städtebauliche Entwicklung, sondern auch ein Musterbeispiel für undurchsichtige Machenschaften bei allen beteiligten Institutionen.

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Löcher im Fels

Die „Bunker“, betonierte Zeugnisse der Geschichte

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An mehreren Stellen der Insel findet man heute noch Verteidigungsanlagen, die während des 2. Weltkriegs errichtet wurden, um eine Invasion abzuwehren. Wandert man zu diesen Anlagen, dann geht man auch auf Zeitreise in ein düsteres Kapitel der jüngeren Geschichte.

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Das Monster von Acorán

Tod an der Küste

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Der Name dieses Stadtteils von Santa Cruz, Acorán, stammt aus der Sprache der Guanchen und bezeichnet eine ihrer männlichen Gottheiten. Er bedeutet soviel wie „der Himmlische“. Tatsache ist, dass die Ruine von Acorán ein Ort des Todes ist. Unfälle aus Unachtsamkeit mit Todesfolge, schwerverletzte spielende Kinder, Selbstmörder, die sich aus dem 21. Stock herunterstürzen. Seit 40 Jahren wiederholen sich diese Tragödien. Doch die Behörden sind unfähig, das zu verhindern.

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Puerto Street Art

„Gefällt dir die Wand? Dann hab Spaß damit!“.

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Mit diesen Worten eröffnete der federführende Künstler Matías Mata im Jahre 2014 die Aktion „Puerto Street Art“, bei der 13 internationale Graffiti-Maler mit ihren Werken die Fassaden des alten Fischerviertels La Ranilla schmückten. Auf einem kurzen Rundgang von etwa einer Stunde kann man in der Calle Mequínez und der Calle del Lomo und ihren Seitengässchen die beeindruckenden Gemälde sehen. Weiterlesen

Sanatorio de Abades

Wanderung von El Porís de Abona nach Abadés.

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Diese Wanderung führt durch die heißeste, staubigste, trockenste, windigste und hässlichste Gegend Teneriffas. In den Reiseführern ist sie aus diesen Gründen nicht zu finden, aber es gibt überraschende Dinge zu sehen. Ziel ist die Geisterstadt der ehemaligen Leprastation von Abadés. Sie wurde als eine Art Internierungslager für Leprakranke Mitte der 1940er Jahre gebaut. Glücklicherweise ging sie aber nie in Betrieb, da Medikamente gegen die Lepra entwickelt wurden. In wüstenhafter Umgebung stehen heute die Ruinen des Krankenhauses, des Krematoriums, zahlreicher Bungalows und Verwaltungsgebäude, und eine monumentale Kirche auf der Hochfläche nördlich des Ortes Abadés.

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