Freie Mauern

Straßenkunst in La Laguna.

Die Anzeigen über unerwünschte Graffiti und Wandmalereien im öffentlichen Bereich sind in La Laguna dank des Projekts „Freie Mauern“ deutlich weniger geworden. Diese Aktion läuft hier seit einigen Jahren und bietet echten und vermeintlichen Straßenkünstlern die Möglichkeit, sich zu entfalten. An ausgewiesenen Stellen in der Stadt darf jeder, der sich an einige Grundregeln hält, die Mauern bemalen. So wurde nicht nur der Vandalismus eingedämmt, sondern auch eine lebendige Kunstlandschaft geschaffen, die sich laufend erneuert.

Weiterlesen

San José zieht um

Die Geschichte von Padre Anchieta

Bei dem Namen Anchieta denkt jeder hier sofort an den mehrspurigen Dauerstau, der sich täglich auf und unter diesem Platz abspielt. Es ist der größte Verkehrsknotenpunkt in La Laguna. Sein Name hat Geschichte. San José de Anchieta war einer der größten Missionare und ein heute noch hoch verehrter Sohn der Stadt.

Weiterlesen

Vistabella

Schöne Aussicht mit Geschichte

An einem der schönsten Aussichtspunkte in Santa Cruz gibt es einiges zu erzählen. Hier war ein wichtiger Haltepunkt der „Milchfrauen“, die früher Nahrungsmittel in die Stadt brachten. Mit Informationstafeln und Wandgemälden wurde die Panoramaterrasse von der Stadt schön hergerichtet. Allein schon wegen der Aussicht lohnt es sich auch heute noch, einmal hier zu halten.

Weiterlesen

Der zersägte Berg

Was übrig bleibt von einem Vulkan

Er wartet immer noch darauf, dass er zu einem Stadtpark wird, doch der Berg Taco zwischen Santa Cruz und La Laguna bleibt ein schlimmer ökologischer Alptraum: Unkontrollierter Abbau von Gestein, zahllose Müllablagerungen aller Art, die Katzenschwanzplage, illegale Bauten und ganz allgemein eine der schändlichsten Landschaftszerstörungen, die man auf der Insel finden kann. Das bleibt von einem Vulkan.

Weiterlesen

Innere Schönheit

Die modernste Kirche der Insel

Zwischen Hochhausblocks und Gewerbegebiet steht ein gewaltiger Klotz aus grauem Beton mit schrägen Kanten und einer ungewöhnlichen Optik. Wäre da nicht ein Kreuz an einer der Seitenwände, käme niemand auf die Idee, dass es sich hier um eine Kirche handeln könnte. Die Bewohner auf der anderen Straßenseite haben einen Anblick, den es nur selten gibt. Nicht alle finden den Betonklotz schön.

Weiterlesen

Weltkulturerbe

Das historische La Laguna

20aniversario_turismodelalagunacom

Im Dezember 1999 wurde die Stadt La Laguna von der UNESCO mit dem Titel „Kulturerbe der Menschheit“ ausgezeichnet. 20 Jahre danach feiert man das Ereignis mit vielen Veranstaltungen und erinnert sich an die historischen Werte.

Weiterlesen

Der lange Weg

Die schönste Palmenallee Teneriffas.

1809098_1

Die ruhigen Orte, die einsamen Straßen oder die stillen Ecken einer Stadt haben oftmals einen Charme, den man im Trubel und der Hektik des Zentrums nicht findet. In La Laguna erholt man sich abseits der Altstadt auf dem Langen Weg. Wie wäre es mit einem Sonntagsspaziergang der anderen Art? Der Weg ist gar nicht so lang. Weiterlesen

Drachen, Teufel, Schräge Vögel

Fronleichnam einmal anders.

1906036_1

In der Stadt La Laguna gibt es seit sechs Jahren einen Umzug der etwas anderen Art. Hier wird nicht wie sonst an Fronleichnam üblich, eine christliche Statue durch die Stadt getragen. Seltsame Gestalten sind hier unterwegs. Sie erinnern an alte Rituale.

Weiterlesen

Der Milchmädchenweg

Durch die Berge in die Stadt.

1901146_1

Ganz bequem und doch überraschend wild – der alte Handelsweg von La Laguna nach Santa Cruz ist traumhaft schön und trotzdem ziemlich wenig begangen – glücklicherweise. Der historische Weg der Milchträgerinnen gehört zum kulturellen Erbe der Insel. Ein großes Stück davon führt durch stille Täler und Schluchten mit herrlichen Aussichten.

Weiterlesen

Panorama und Nebelwald

Eine Rundtour in Las Mercedes.

1809028_1

Diese abwechslungsreiche Rundwanderung ist eine Alternative zu den vielen, die am Cruz del Carmen im vorderen Anaga-Gebirge beginnen. Sie bietet herrliche Panoramablicke, schattige Waldwege und einen schönen Picknickplatz. Eine Kombination von Landwirtschaft und Märchenwald. Weiterlesen

Casa de Carta

So lebten die Reichen.

casa-cartas_lalagunaahora

Sie waren im 18. Jahrhundert die einflussreichste Familie Teneriffas. Sie hatten enorme wirtschaftliche Macht, denn sie beherrschten den Handel und die Schifffahrt. Ihre zivile und religiöse Einbindung in das Leben der Insel gab ihnen eine unbestrittene Vormachtstellung in der Gesellschaft. Das Haus der Familie Carta in Valle de Guerra ist eines der am besten erhaltenen Beispiele ziviler Architektur der damaligen Zeit.

Weiterlesen

Tisch mit Aussicht (III)

Was machen wir mit Mesa Mota?

1709030_2

Wir machen einen Plan. Dann machen wir Geld locker. Dann fangen wir an zu bauen. Aber dann haben wir noch einen andere Idee. Dazu brauchen wir mehr Geld. Aber eigentlich haben wir gar kein Interesse mehr. Wir warten mal ab… So verläuft – kurz zusammengefasst – die Geschichte von Mesa Mota.

Weiterlesen

Vorfahrt achten

Ein Fall zum Schmunzeln oder zum Heulen? Auf jeden Fall ein Schildbürgerstreich, wie er besser nicht sein könnte. Zehn Jahre lang stand ein Pfosten buchstäblich im Weg. Er forderte Vorfahrt für sich selbst, er zwang alle zum Ausweichen.

Camino Marfil
Weiterlesen

Kunst am Bau

Die Auferstehung des Neptun

1705128_1

HOTEL ZU VERKAUFEN mit 92 Zimmern, 27 Bungalows und unvergleichlichem Meerblick an der Küste von Bajamar, mit Gärten, Swimmingpool, Parkplätzen, 11000 m² Gesamtfläche, zum Sonderpreis von nur 3 000 000 Euro.

Mit dieser Anzeige ging die lange Geschichte des Hotels zu Ende, das nach dem Meeresgott benannt war. Doch Neptun versinkt seit 2007 im Meer der Vergessenheit. Vom einstigen Wirtschaftsmotor und touristischen Flaggschiff bleibt für den Badeort Bajamar nur noch eine traurige Erinnerung. Weiterlesen

Die Hühner sind los!

Man hört sie überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit, und es sind viele. „Sie lassen uns nicht mehr schlafen, und die Hähne krähen ununterbrochen.“ So beschreiben es die Anwohner. Weiterlesen

Barranco de Santos (I)

Stadtlandschaft, einmal anders

1703163_1

Jeder, der in Santa Cruz lebt oder die Stadt besucht, kennt den Barranco de Santos, dieses trennende und hässliche Tal inmitten der Stadt. Es gibt tiefere, längere und landschaftlich gewaltigere Barrancos auf der Insel, aber dieses ist wie kein anderes Tal von wichtiger historischer Bedeutung. Die Schlucht des Heiligen kann uns einige interessante Geschichten erzählen.

Es sind aber so viele Geschichten, dass diese drei Artikel erfordern. Im TEIL 1 beschreibe ich ein paar allgemeine Dinge, die es über den Barranco zu erzählen gibt. TEIL 2 und TEIL 3 widmen sich dann den einzelnen Abschnitten des Talverlaufs, mit vielen Bildern dazu. Weiterlesen

Barranco de Santos (II)

Stadtlandschaft, einmal anders

1703163_1

Jeder, der in Santa Cruz lebt oder die Stadt besucht, kennt den Barranco de Santos, dieses trennende und hässliche Tal inmitten der Stadt. Es gibt tiefere, längere und landschaftlich gewaltigere Barrancos auf der Insel, aber dieses ist wie kein anderes Tal von wichtiger historischer Bedeutung. Die Schlucht des Heiligen kann uns einige interessante Geschichten erzählen.

Es sind aber so viele Geschichten, dass diese drei Artikel erfordern. Dieser TEIL 2 widmet sich den drei ersten Abschnitten des Talverlaufs, mit vielen Bildern dazu. Allgemeine Dinge, die es über den Barranco zu erzählen gibt sind im TEIL 1 finden. Der Verlauf des Barranco in Santa Cruz selbst wird im TEIL 3 beschrieben.

Weiterlesen

Über den Dächern der Stadt

Rundwanderung mit Rundblick

1703019_2

Auf dieser kleinen und bequemen Wanderung genießt man herrliche Ausblicke über Santa Cruz, La Laguna und das bergige Hinterland, aus einer ungewohnten Perspektive. Die Montaña de Guerra ist eigentlich nur ein grüner Hügel, aber in einer fantastischen Lage hoch über der Stadt.

Weiterlesen

Piratengeschichten

Amaro Pargo – Wohltäter oder Verbrecher?

1610064

Teneriffa als Pirateninsel zu bezeichnen, wäre vielleicht etwas übertrieben. Aber die Lage an wichtigen Handelsrouten des 17. und 18. Jahrhunderts und die vielen unzugänglichen Küsten, Schluchten und Höhlen machten die Insel zu einem geradezu idealen Aufenthaltsort für Piraten. Piraten für ihre Feinde, Korsaren für die Unterstützer, davon gab es viele, aber keiner war so berühmt wie Amaro Pargo, der völlig legal im Dienste des Königs fremde Schiffe überfallen durfte. Amaro Rodríguez-Felipe y Tejera wurde am 3. Mai 1678 in La Laguna geboren und lebte in der vornehmsten Straße der Stadt, der heutigen Calle San Agustín, im Haus Nr. 5, das aber nicht mehr existiert. Unter seinen Geschwistern waren drei Nonnen des Klosters Santa Catalina.

Weiterlesen

Casa Fuset, Casa de Franco

Geheimnisvolle Ruine in den Bergen

1609121_2
fuset

Dieses versteckt in den Bergen des Moquinal gelegene Haus hat eine besondere Geschichte und gibt außerdem Anlass zu mancherlei Spekulationen und Rätseln. Dort wohnte Lorenzo Martínez Fuset, ein Vertrauensmann von General Franco, weshalb das Haus auch als Casa de Franco bezeichnet wird.Genau genommen gehörte das Haus Benito Pérez Armas, dem Schwiegervater von Fuset. Fuset war während des Aufstandes beauftragt für die Sicherheit von Francos Ehefrau Carmen Polo sowie seiner Tochter. Obwohl er zum Militär gehörte, arbeitete er in Teneriffa auch als Notar und Minister und war bekannt für seine harten Gesetze. Auf Grund der engen Freundschaft zwischen Fuset und Franco wird angenommen, dass dieser persönlich auch einige Male dort zu Besuch war, aber man weiß es nicht sicher. Das Haus wurde Anfang der 40er Jahre errichtet, war bis etwa 1980 bewohnt und befand sich bis dahin auch in einem guten Zustand. Danach wurde es verlassen und verfiel, weil die Bauern der Umgebung die Pflege aufgaben, aus Altersgründen und weil sie nicht mehr bezahlt wurden.

Weiterlesen