Casa Fuset, Casa de Franco

Geheimnisvolle Ruine in den Bergen

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Dieses versteckt in den Bergen des Moquinal gelegene Haus hat eine besondere Geschichte und gibt außerdem Anlass zu mancherlei Spekulationen und Rätseln. Dort wohnte Lorenzo Martínez Fuset, ein Vertrauensmann von General Franco, weshalb das Haus auch als Casa de Franco bezeichnet wird.fusetGenau genommen gehörte das Haus Benito Pérez Armas, dem Schwiegervater von Fuset. Fuset war während des Aufstandes beauftragt für die Sicherheit von Francos Ehefrau Carmen Polo sowie seiner Tochter. Obwohl er zum Militär gehörte, arbeitete er in Teneriffa auch als Notar und Minister und war bekannt für seine harten Gesetze. Auf Grund der engen Freundschaft zwischen Fuset und Franco wird angenommen, dass dieser persönlich auch einige Male dort zu Besuch war, aber man weiß es nicht sicher. Das Haus wurde Anfang der 40er Jahre errichtet, war bis etwa 1980 bewohnt und befand sich bis dahin auch in einem guten Zustand. Danach wurde es verlassen und verfiel, weil die Bauern der Umgebung die Pflege aufgaben, aus Altersgründen und weil sie nicht mehr bezahlt wurden.

So weit die Fakten. Eine solche Ruine mitten in den Bergen gibt natürlich auch Anlass zu allerlei Geschichten. Vieles wird darüber erzählt, und mit der Zeit werden die Geschichten immer geheimnisvoller. Man erzählt sich, dass hier ein Mörder namens Damásco Rodríguez gestellt wurde, der auch als „El Brujo“ („Der Hexer“) bekannt war. Angeblich wurde er dort oben von der Polizei gestellt und hat sich in der Ruine dann selbst eine Kugel in den Kopf gejagt. In der Fernsehsendung „Cuarto Milenio“ sprach man deshalb auch vom „Haus der Schüsse“. Und angeblich sollen sich dort noch mehr Personen das Leben genommen haben.

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Sicher ist, dass sich dort immer wieder seltsame Gruppen vereinigen, die schwarze Messen zelebrieren, auch an anderen Stellen in dieser unwegsamen Berglandschaft scheint dies vorzukommen.

 

 

 

steinzeichen Geheimnisvolle Zeichen an den Felsen deuten darauf hin. Andere feiern einfach eine Party in der Ruine und hinterlassen Berge von Müll.

So verkommt und verrottet das einst stattliche Anwesen immer mehr. Die runde Terrasse, einst fixiert mit Eisenträgern, und einige Dächer sind eingestürzt, Gestrüpp wuchert über Fenster und Türen. Das umgebende Gebüsch ist undurchdringlich und behindert leider auch die Aussicht Richtung Batán und das Meer. Trotzdem bleibt die Casa Fuset ein interessantes Ziel für eine kurze Wanderung oder einen Abstecher auf einem längeren Weg hinunter zum Weiler Bejía und nach Batán oder Punta de Hidalgo.1609115_1

Anfahrt:
Von La Laguna kommend, hat man zwei Möglichkeiten:
1. Über Pedro Álvarez. Im Ort rechts abbiegen auf die Straße zum Moquinal (Schild: Montes U.P. Zona Recreativa T.M. de Tegueste). Nach 3km kommt man an einem Picknickplatz vorbei, 1km weiter stößt man auf die Straße, die rechts zum Cruz del Carmen führt.
2. Über die Batán-Straße, jedoch nicht rechts hinunter nach Batán, sondern geradeaus weiter (keine Beschilderung). Dort wo die Straße von Pedro Álvarez von links herauf kommt, befindet sich etwa 20 m weiter auf der rechten Seite eine Schranke, hinter der verschiedene Wege beginnen.casa-fusetDer kürzeste Zugang erfolgt am besten von der Moquinalstraße, man erreicht die Casa Fuset dann in 15 min. Man könnte auch mit dem Auto bis zum Ende der Asphaltstraße fahren und dann der Forstpiste folgen.

Wanderweg:
Hinter der Schranke geht man halb links auf den Weg, der leicht bergab führt schon nach 200m trifft man auf eine Forstpiste, der man nach rechts folgt. In etwa 10min lichtet sich der Blick, man hat eine Aussicht Richtung Meer. Hier stehen mehrere Baumruinen, die dem Tropensturm Delta im Jahr 2005 zum Opfer gefallen sind, einige Bäume wurden gefällt.

An dieser Stelle geht man nach rechts auf einen schmalen, ebenen Weg, der bald darauf ziemlich verwachsen ist. Ein Stück weiter biegt er nach links ab und führt steil hinunter zur Ruine. Links neben des Wegs entdeckt man noch eine gemauerte Treppe, die aber nicht mehr begehbar ist. Das Haupthaus liegt links des Wegs, rechts stehen einige Gebäude für die Angestellten und Bauern.

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Artikel-Nr. 30-1-20

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